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1. Welt-Orthoptik-Tag: Schielen, Schwachsichtigkeit, Doppelbilder, Sehprobleme und Gesichtsfeldausfälle
1. Welt-Orthoptik-Tag: Schielen, Schwachsichtigkeit, Doppelbilder, Sehprobleme und Gesichtsfeldausfälle

Den Blick ins Lot bringen

Die Sehschule Salzburg am Uniklinikum führt seit 1971 flächendeckend Augenreihenuntersuchungen in Salzburgs Kindergärten durch.

4% der Österreicher schielen. Dabei unterscheidet man zwischen „angeborenen“ vom „erworbenen“ Schielen. Vom „erworbenen“  Schielen spricht man nach Unfällen, Schlaganfällen oder neurologischen Erkrankungen. Jährlich werden in der Sehschule der Universitätsklink rund 6000 Untersuchungen durchgeführt. Orthoptik ist eine Spezialdisziplin der Augenheilkunde. Das Wort Orthoptik kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Wörtern "orthos" = gerade, richtig und "opsis" = sehen zusammen. OrthoptistInnen sind ExpertInnen auf dem Gebiet der Erkennung und Behandlung von funktionellen Erkrankungen der Augen und ihrer Folgen. Sie betreuen Menschen aller Altersgruppen vom Frühgeborenen bis ins hohe Lebensalter mit Sehstörungen, Schielen, Schwachsichtigkeit, Augenbewegungsstörungen, Augenzittern und Sehbehinderung oder Augenmuskellähmungen und zentralen Sehstörungen nach Unfällen, Schlaganfällen oder neurologischen Erkrankungen.

Untersuchungen im Kindergarten:
Primar Univ.-Prof. Dr. Günther Grabner, Vorstand der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie betont die Wichtigkeit der Augenreihenuntersuchungen in Salzburgs Kindergärten: „Die sozialmedizinische Bedeutung dieser Untersuchung unserer Jüngsten kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, sie haben ihr ganzes Leben noch vor sich!“ Seit 1971 führen die OrthoptistInnen der Salzburger Sehschule flächendeckend Augenreihenuntersuchungen in den Kindergärten im Land Salzburg durch.  Im vergangenen Jahr wurden in 91 Kindergärten rund 4800 Kinder untersucht. Seither ist im Bundesland Salzburg der Prozentsatz der Erkrankungen wie „Schwachsichtigkeit“ (Amblyopie) sehr zurückgegangen. Salzburg gehört damit zu den Vorreitern  in der Amblyopie-Vorsorge in Österreich. Amblyopie entsteht durch nicht behandeltes Schielen und/oder Sehfehler und beeinträchtigt die Entwicklung eines normalen beidäugigen Sehens wesentlich.

Die Sehschule (Heute: Spezialambulanz für Strabologie und Neuroophthalmologie) am Salzburger Landeskrankenhaus besteht bereits seit 1958. Die ersten OrthoptistInnen waren Luisenschwestern und haben sich das fachspezifische Wissen autodidaktisch angeeignet und die Prüfung vor der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) abgelegt. Heute arbeiten die OrthoptistInnen der Salzburger Sehschule interdisziplinär nicht nur mit dem Kinderspital, z.B. der Neonatologie (Frühgeborenen Abteilung) und der Kinder-Neuroreha-Station (reKiZ) zusammen, sondern sind auch bei Menschen mit Orbitaknochenbrüchen nach Unfällen, Schädel-Hirn-Traumen oder anderen neurologischen Erkrankungen diagnostisch, rehabilitativ und therapeutisch tätig.

Seh- und Wahrnehmungsdefizite
Primar Univ.-Prof. Dr. Günther Grabner, Vorstand der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie erklärt: „Unsere Sehschule unter der Leitung von Oberärztin Dr. Theresia Keindl ist eine der wichtigsten Spezialambulanzen in meiner Augenklinik. Durch die orthoptische Behandlung und Rehabilitation reduzieren OrthoptistInnen die Seh- und Wahrnehmungsdefizite, entwickeln Strategien zu deren Kompensation und trainieren die Anwendung des Sehens im Alltag. Während der Rehabilitation werden die Doppelbilder ausgeglichen und der Umgang mit Gesichtsfeldausfällen verbessert.“  Doris Koschkar-Moser, die Leitende Orthoptistin in der Sehschule betont: „Durch Anwendung präventiver, diagnostischer, therapeutischer und rehabilitativer Maßnahmen nach ärztlicher Anordnung beeinflussen wir OrthoptistInnen die Folgen von Störungen des visuellen Systems und verbessern die Lebensqualität der Betroffenen. Wir bieten hierfür vor allem Spezialuntersuchungen, Präventionsmaßnahmen aber auch umfangreiche Therapien und Beratungen an. Orthoptische Interventionen  werden in den letzten Jahren durch die hochspezialisierte Intensivmedizin vor allem in der Rehabilitation stetig wichtiger und im Sinne einer optimalen PatientInnenversorgung auch immer häufiger nötig.“

Ausbildung zur OrthoptistIn
Die Ausbildung von Fachkräften in der Orthoptik hat in Salzburg eine fast 50 Jährige Tradition (seit 1964). Die OrthoptistInnenausbildung ging Hand in Hand mit der Entwicklung der Sehschule, die entscheidende Impulse für die staatliche Anerkennung des Berufes im Jahr 1971 in Österreich setzte. Die Ausbildung entwickelte sich über die Medizinisch-Technische Schule bzw. Akademie für den orthoptischen Dienst zum FH-Bachelorstudium Orthoptik, welches seit 2006 an der Fachhochschule Salzburg angeboten wird und unter der Leitung der FH-Prof.in Christine Scharinger, MBA einen neuen Aufschwung erlebt hat. Das Studium basiert auf enger Kooperation mit der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Günther Grabner. Die Spezialambulanz für Strabologie und Neuroophthalmologie ist der größte Praktikumsgeber für die künftigen OrthoptistInnen. Das Studium der Orthoptik wird mit einem Bachelor-Degree abgeschlossen. Der Beruf  des Orthoptisten/ der Orthoptistin gehört zur Gruppe der gehobenen medizinisch-technischen Dienste (MTD).
Auf Initiative der "International Orthoptic Association" (IOA) wird in diesem Jahr erstmals der  der Welt Orthoptik Tag gefeiert.


Bildrechte SALK/Weinberger
Abdruck honorarfrei

Bild 1:
Doris Koschkar-Moser, die Leitende Orthoptistin in der Sehschule beim Ausmessen von Doppelbildern vor der Harmswand. „Durch Anwendung präventiver, diagnostischer, therapeutischer und rehabilitativer Maßnahmen nach ärztlicher Anordnung beeinflussen wir OrthoptistInnen die Folgen von Störungen des visuellen Systems und verbessern die Lebensqualität der Betroffenen. Wir bieten hierfür vor allem Spezialuntersuchungen, Präventionsmaßnahmen aber auch umfangreiche Therapien und Beratungen an. Orthoptische Interventionen  werden in den letzten Jahren durch die hochspezialisierte Intensivmedizin vor allem in der Rehabilitation stetig wichtiger und im Sinne einer optimalen PatientInnenversorgung auch immer häufiger nötig.“

Bild 2:
Doris Koschkar-Moser, die Leitende Orthoptistin der Spezialambulanz für Strabologie und Neuroophthalmologie (Kurz: „Sehschule“) am Landeskrankenhaus im Universitätsklinikum Salzburg

Bild 3:
Primar Univ.-Prof. Dr. Günther Grabner, Vorstand der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie. „Unsere Sehschule ist eine der wichtigsten Spezialambulanzen in meiner Augenklinik. Durch die orthoptische Behandlung und Rehabilitation reduzieren OrthoptistInnen die Seh- und Wahrnehmungsdefizite, entwickeln Strategien zu deren Kompensation und trainieren die Anwendung des Sehens im Alltag. Während der Rehabilitation werden die Doppelbilder ausgeglichen und der Umgang mit Gesichtsfeldausfällen verbessert.“ 

Bild OA Dr. Theresia Keindl
Oberärztin Dr. Theresia Keindl, Leiterin der Spezialambulanz für Strabologie und Neuroophthalmologie, Sehschule Salzburg

Bild FH-Prof.in Christine Scharinger, MBA
FH-Professorin Christine Scharinger, ist die Leiterin des FH-Bachelorstudiums Orthoptik, welches seit 2006 an der Fachhochschule Salzburg angeboten wird. Seit 1971 wurde die Ausbildung an der Medizinisch-Technische Schule bzw. Akademie für den orthoptischen Dienst angeboten.


Rückfragen an:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin SALK Unternehmenskommunikation & Marketing

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Bilder

Doris Koschkar-Moser, die Leitende Orthoptistin in der Sehschule beim Ausmessen von Doppelbildern vor der Harmswand. Doris Koschkar-Moser, die Leitende Orthoptistin der Spezialambulanz für Strabologie und Neuroophthalmologie (Kurz: „Sehschule“) am Landeskrankenhaus im Universitätsklinikum Salzburg FH-Professorin Christine Scharinger, ist die Leiterin des FH-Bachelorstudiums Orthoptik Oberärztin Dr. Theresia Keindl, Leiterin der Spezialambulanz für Strabologie und Neuroophthalmologie, Sehschule Salzburg Primar Univ.-Prof. Dr. Günther Grabner, Vorstand der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie.
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