zurück
SALK Elternschule - Erste Anlaufstelle für Eltern
SALK Elternschule - Erste Anlaufstelle für Eltern

Erste Anlaufstelle für Eltern

SALZBURG.  Inhalte über optimale Ernährung, Babypflege, ausgewogene Information bezüglich Impfen aber auch Hausrezepte im Krankheitsfall des Kindes werden in der SALK-Elternschule als Workshops und Kurse angeboten. „Das gemeinsame Ziel ist es, das Beste für die Gesundheit der Kinder zu erreichen. Unsere Experten sind Ansprechpartner für die Eltern und vermitteln ihr vielfältiges und praktisch anwendbares Wissen.“ sagt Primar Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde. Insbesondere die vertrauensvolle und enge Kooperation zwischen Kinder- und Frauenklinik führt zu einer optimalen Beratung und Versorgung der zukünftigen Mütter. „Wir wollen schon in der Schwangerschaft eine optimale Ausgangslage für Mutter und Kind ermöglichen, erläutert Univ.-Prof. Dr. Thorsten Fischer, Vorstand der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. „In der Elternschule arbeiten Fachkräfte aus dem Kinderzentrum, ÄrztInnen, Diplom- Kinderkrankenschwestern, Diätassistentinnen etc. sowohl der Kinderklinik und Neonatologie als auch der Kinderchirurgie zum Wohl der Kinder zusammen“, betont LKH Pflegedirektorin Margret Hader.

Mit der SALK-Elternschule bietet das Kinderzentrum am Salzburger Universitätsklinikum, Eltern fachkundige Ansprechpartner für jede kindliche Entwicklungsstufe - von der „Geburtsvorbereitung“ bis zur „Pubertät“. Eltern sind oft bei Entscheidungen rund um die Gesundheit ihrer Kinder mit einer großen Menge an Informationen konfrontiert und auf sich allein gestellt. Rosemarie Huber, die Leiterin der SALK Elternschule freut sich und betont: „Im vergangenen Jahr haben rund 9.500 Eltern bei 850 Veranstaltungen der SALK Elternschule im Bundesland Salzburg teilgenommen. Viele der Kurse sind kostenlos, bei allen anderen sind die Kosten im Programm angegeben. Die Elternschule besteht seit 2007 und baut ihr Programm aufgrund der regen Nachfrage stetig aus.

Kooperationspartner sind das Bildungszentrum/SALK, die Arbeiterkammer, das Salzburger Bildungswerk, Land Salzburg und die Salzburger Gebietskrankenkasse, Lebenshilfe Salzburg, Verein Selbstbewusst.

Das Angebot gliedert sich in 9 Module:

  • Modul A: Die Zeit der Schwangerschaft: Geburtsvorbereitungskurse, Babypflegekurse, Stillvorbereitungskurse, Entwicklung des Kindes im Mutterleib und nach der Geburt, Yoga…
  • Modul B: Väter: Vorbereitung der werdenden Väter auf die Geburt, Babypflege, Forum für Väter vor und nach der Geburt eines Kindes…
  • Modul C: Die erste Zeit mit dem Neugeborenen: PEKiP®, Offene Stillgruppe, Beikost, Rückbildung, Infant Handling, Babymassage, Tragekurse, Schlafen und Wachen…
  • Modul D: Entwicklungsförderung für Frühgeborene: Familien begleiten – Kinder fördern, offene Gesprächsgruppe für „Frühcheneltern“
  • Modul E: Eltern-Kind-Gruppen: PEKiP®, Spielraum nach Emmi Pikler…
  • Modul F: Sicherheit: Erste Hilfe für Babies und Kleinkinder, SIDS, das fiebernde Kind, Kneippen für Babies und Kleinkinder…
  • Modul G: Kurse für das Klein- und Schulkind: Chronische Infektionen im Rachenraum, Allergien im Kindesalter…
  • Modul H: Pädagogik: Kinder in Ruhe wachsen lassen – Elternkompetenz, Music together ® sexuelle Missbrauchsprävention…
  • Modul I: Pubertät: von Teenie zum Erwachsenen: Pubertät braucht Eltern, Risikoverhalten von Jugendlichen…

Für Pflegedirektorin Margret Hader ist es wichtig, Eltern Orientierung in der Vielzahl an Informationen über Kinderheilkunde und Kinderpflege zu geben. „Die Elternschule am Kinderzentrum Salzburg bietet Eltern eine prophylaktische Wissensvermittlung zur Förderung der Gesundheit ihres Kindes nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen“, sagt Hader. „Die Elternschule versteht sich als ergänzendes Angebot zum Geburtsvorbereitungskurs und bietet Eltern Orientierung und Sicherheit.“

Kaum generationenübergreifende Wissensweitergabe
Leiterin der Elternschule ist DKKS Rosemarie Huber. Sie weiß aus ihrer Praxis als Kinderschwester, dass durch das Wegfallen der Großfamilie ein zunehmend großer Bedarf an Beratungsangeboten für junge Eltern besteht. „Es gibt kaum noch eine Weitergabe von Wissen im Bereich Schwangerschaft, Babyernährung, Kindererziehung und Kinderpflege von einer Generation zur nächsten.“ Eltern suchen aus diesem Grund verstärkt nach externen Angeboten, sie suchen gezielte professionelle Beratung und konstante Begleitung, wenn es um wichtige medizinische Entscheidungen für ihr Kind geht.„

Der Schwangerschaftsverlauf bestimmt bereits das spätere Leben für Mutter und Kind
Den medizinischen Experten Univ.-Prof. Dr. Thorsten Fischer und Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl liegt besonders die Prävention späterer Erkrankungen bei Mutter und Kind am Herzen. Die Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit dem angeschlossenen Eltern-Baby-Zentrum (Perinatalzentrum) beschäftigt sich intensiv mit der präventiven Beeinflussung späterer Erkrankungen, die bereits im Mutterleib während der Schwangerschaft „programmiert“ werden.

Geburtsgewicht nimmt seit Jahren zu
Eines der Hauptprobleme heutiger Schwangerschaften ist die kontinuierliche Gewichtszunahme der geborenen Kinder, dies führt wiederum zu erhöhten Risiken im späteren Leben der Kinder. Beispielsweise sind bei besonders übergewichtigen Neugeborenen häufiger Herzkreislauferkrankungen, aber auch bösartige Erkrankungen zu erkennen. Das Geburtsgewicht nimmt seit Jahren im Mittel jedes Jahr um 9 g zu. „Unser Ziel ist es Präventionsmedizin nicht erst ab der 2. Lebenshälfte zu betreiben, sondern optimalerweise bereits im Mutterleib und bei Kleinkindern“, betont Univ.-Prof. Dr. Thorsten Fischer. „Die enge und vertrauensvolle Kooperation unserer Frauenklinik und unserer Kinderklinik soll zukünftig helfen den Salzburger Müttern und Vätern Informationen und sinnvolle und leicht umsetzbare Präventionsstrategien zugänglich zu machen“, so Univ.-Prof. Fischer  anschließend. Eine der sinnvollsten Maßnahmen, durch die Neugeborene darüber hinaus dauerhaft positiv beeinflusst werden, ist die Vermeidung der Trennung von Mutter und Kind nach der Geburt. Dies hat im Mutter-Kind-Zentrum höchste Priorität.  

Kompetente Begleitung vom ersten Lebenstag an
Der Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl, erklärt: „Die Elternschule hilft Eltern, ihre Kinder vom ersten Lebenstag an kompetent und gut zu begleiten. Da durch die Vielzahl an Informationen im Gesundheitswesen bei jungen Eltern manchmal auch Verwirrung entsteht, was zum Beispiel Ernährung, Impfungen oder Säuglingspflege betrifft, sehen wir es als wichtig an, dass sich Eltern über gute und praktische Informationen Wissen aneignen können.“ Beispielsweise ist das vielfältige Ernährungsangebot und verschiedene Therapieangebote im Kinderbereich für Eltern nur schwer einzuschätzen. Sperl betont, dass die Elternschule nicht die persönliche Betreuung durch den Kinderarzt oder Gynäkologen ersetzt. „Im Gegenteil – die SALK Elternschule ist eine Ergänzung und Verstärkung der Information.“ betont der Kinderprimar. Das Besondere an der Schule sei die Multidisziplinarität, wobei die verschiedensten Mitarbeiter und Berufsgruppen des Kinderzentrums den Familien ihr Wissen anbieten. Eltern können in der SALK Elternschule in mehreren, den Lebensabschnitten entsprechenden Modulen durch die Kindheit geführt werden. Natürlich können auch die Angebote einzeln genutzt werden.

Ein besonderer Schwerpunkt: Unfallverhütung
„Unfälle sind nach wie vor die Todesursache Nummer eins bei Kindern“, sagt Univ.-Prof. Sperl. „Kinder bis fünf Jahre sind besonders gefährdet.“ Am häufigsten passiert es zu Hause (in 2/3 der Fälle), bei Freizeitaktivitäten, im Verkehr und beim Sport. „Die Kollegen von der Kinderchirurgie,  besonders der interim. Leiter Oberarzt Dr. Jan Bauer  sind in der Unfallverhütung schon jahrelang sehr engagiert, gerade diese Kurse der Elternschule sind wichtig und auch beliebt.“ Bei Kindern bis fünf Jahren ist ein erhöhtes Unfallrisiko normal: Durch die beginnende Mobilität sind sie ständig neuen Gefahren ausgesetzt. In dieser Zeit passieren die meisten Unfälle in den eigenen vier Wänden. Die größten Gefahrenquellen: Sturz vom Wickeltisch bei den Kleinsten, Abstürze von Tischen, Sesseln und Treppen bis hin zu Verbrühungen, Trinken ätzender Substanzen oder Vergiftungen. Viel zu oft passiert es auch, dass Kinder im eigenen Swimmingpool oder im Biotop ertrinken – oder an Verkehrunfällen beteiligt sind. Noch immer kommt es vor, dass sie als PKW-Insassen nicht oder nur unzureichend gesichert sind.

Wichtig  auch Informationen über die Pubertät
„Das Erfolgskonzept Elternschule ist, daß wir nicht nur einen Teil des Kindesalters mit unseren Informationen abdecken, sondern den Bogen bis hin zu den Jugendlichen und Adoleszenten spannen“,  betont Univ.-Prof. Sperl weiter. Jugendliche sind in der Übergangsphase der Pubertät besonders labil, man spricht auch vom sogenannten „Pubertätsloch“. Die Jugendlichen haben ein verändertes Körperempfinden, eine andere emotionale Reizschwelle eine erhöhte Risikobereitschaft, ein verändertes Schlafverhalten. In einem hohen Maß (30-35%) gibt es in dieser Phase körperliche Beschwerden wie Kopf-, Bauchschmerzen, Gereiztheit, Nervosität, Schlafprobleme. In dieser Zeit wird auch erstmals Nikotin und Alkohol konsumiert, das Risikoverhalten nimmt zu.
Es ist eine sehr wichtige Zeit, über die die Eltern genug gute Information brauchen, um sich auf Ihre Jugendlichen entsprechend einzustellen.

Kommunikation als wichtiger Aspekt der Elternschule
Als wichtigen Punkt nennt DKKS Rosemarie Huber das Thema Kommunikation: „Frauen und Männer möchten ihren Lebensalltag nicht mit ihrem Kind allein zu Hause verbringen. Sie suchen verstärkt nach Erfahrungs- und Meinungsaustausch in einer professionell moderierten Umgebung.“ In der Elternschule haben sie die Gelegenheit, andere Familien kennenzulernen und sich auch abseits der Veranstaltungen zu Ausflügen zu treffen.

Lösung auch für Eltern nicht deutscher Muttersprache
Auch für Mütter und Väter mit nicht deutscher Muttersprache wurden Lösungen gefunden: Je nach Verfügbarkeit stehen Dolmetscher für die Sprachen Türkisch, Serbokroatisch, Spanisch, Englisch und Französisch zur Verfügung. Um eine zeitgerechte Anmeldung wird ersucht. Das genaue Angebot der Elternschule kann telefonisch oder über Internet angefordert werden. Das Veranstaltungsprogramm kommt dann per Post.


Rückfragen an:

Mag. Mick Weinberger
SALK Pressesprecherin
Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing

Festnetz: +43 (0) 662 4482 -1007
Mobil: +43 (0) 676 89972 1007
E-Mail: presse@salk.at, m.weinberger@salk.at

Download

Bilder

Direktor Margret Hader Rosemarie Huber Elternschule Kurs Baby1 Elternschulen Kurs Baby2 Gruppe: Hader, Sperl, Wachter, Fischer, Huber Prof. Sperl Wolfgang u. Prof. Thorsten Fischer Rosemarie Huber DKKS1
Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH | Müllner Hauptstraße 48 | A-5020 Salzburg
Telefon: +43 (0)5 7255-0 | Fax: +43 (0)5 7255-20199 | E-Mail: office@salk.at | © 2013-2016
Letzte Änderung: 01.12.2016 Impressum Datenschutz AGB
x schließen