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Energiepartnerschaft SALK & Salzburg AG Energieeffizientes & ökologisches Universitätsklinikum Salzburg
Energiepartnerschaft SALK & Salzburg AG Energieeffizientes & ökologisches Universitätsklinikum Salzburg

Energieeffizientes & ökologisches Universitätsklinikum Salzburg

Mit einem neuen energieeffizienten Wärmekonzept bezieht das Universitätsklinikum Salzburg nun Fernwärme und Prozesswärme über die Salzburg AG. SALK Geschäftsführer Burkhard van der Vorst erklärt: „Das Universitätsklinikum Salzburg benötigt für die Sterilisation von medizinischen Instrumenten eine 170 Grad heiße Prozesswärme, die wir nun vom Heizkraftwerk Mitte direkt beziehen können. Die Wärmeversorgung am Standort Salzburg ist dadurch preislich und versorgungstechnisch deutlich weniger abhängig vom fossilen Energieträger Erdgas, ist energieeffizienter und ökologischer.“ Damit entsteht eine klare Win-Win Situation: Die SALK sind somit die Ersten, die den Standortvorteil eines nahe gelegenen Heizkraftwerkes direkt nutzen können.

Energiemanagement bei der Salzburg AG
Landeshauptmann-Stellvertreter David Brenner sieht die Synergien des Projektes und erklärt: „Es freut mich, dass die zwei im Eigentum des Landes stehenden Unternehmen SALK und Salzburg AG gemeinsam eine zukunftsfähige Wärmelösung entwickelt haben. Denn die neue Wärmeversorgung schafft eine sinnvolle Bündelung der Kernkompetenzen. Das bedeutet, die komplette Hoch- und Niedertemperatur-Fernwärmebetriebsführung sowie die Wartung der Trafo-Stationen liegt ab sofort in der Hand des Energieversorgers Salzburg AG. Somit kann sich die SALK zukünftig auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und tritt das Energiemanagement an die Salzburg AG ab. Die SALK profitiert zudem von stabileren Preisen und Steigerung der Versorgungssicherheit und erspart sich zukünftig Kosten zur Erhaltung und Sanierung der bisherigen Anlagen. “ 

Intelligente Energielösungen senken nachhaltig Emissionen und Kosten
Michael Strebl, Leiter des Geschäftsfeldes Netze bei der Salzburg AG und Geschäftsführer der Salzburg Netz GmbH, zum gemeinsamen Energieeffizienz-projekt: „Die gemeinsam entwickelte Wärmelösung stärkt unseren Anspruch unseren Kunden nicht nur Energielieferant zu sein, sondern integrierte Systemlösungen anzubieten. Die neue zentrale Wärmeversorgung ist ein Vorzeigeprojekt, das beweist, wie intelligente Energielösungen nachhaltig Emissionen und Kosten senken und zugleich die Versorgungssicherheit erhöhen können. Allein die Umstellung auf den Energiemix der Salzburg AG, der vorwiegend aus Abwärme aus der Industrie, Kraft-Wärme-Kopplung und Biomasse besteht, führt zu einer Emissionseinsparung von 5.300 Tonnen CO2 pro Jahr, was einer Einsparung von in etwa 30 Mio. PKW-Kilometer entspricht. Die Umstellung der Wärmeversorgung der SALK ist die größte Energieeffizienz-Einzelmaßnahme in der Geschichte der Salzburg AG.“ Darüber hinaus haben wir ein modernes Online-Energiemonitoringsystem installiert, das ermöglicht die Wärmeverbräuche jedes einzelnen Objektes zu jeder Zeit zu messen. Strebl weiter: „Dadurch können allfällige Abweichungen und Mehrverbräuche sofort diagnostiziert werden und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Das Energiemonitoring ist quasi ein „Energie-EKG“ für die SALK.“

Neues Wärmeversorgungssystem wichtig für Masterplanprojekte
Die Wärmeversorgung wurde im Uniklinikum Salzburg  bisher über erdgasbefeuerte Heizkessel im Heizhaus erzeugt. Die SALK war dadurch preislich und versorgungstechnisch ausschließlich abhängig vom fossilen Energieträger Erdgas. Der Austausch des über 50 Jahre alten LKH-Heizungssystems wurde aus energetischen und ökologischen Gründen dringend notwendig. Der Umbau des Wärmeversorgungssystem hatte im Gesamtblick mit der Planung des Laborgebäudes, des Parkplatzdefizits und des Ambulanz-Kopf-Schwerpunkt-Bauvorhabens für den Masterplan Priorität. Das Projekt realisiert wichtige ökologische und ökonomische Vorteile, sodass der SALK Aufsichtsrat diesem Vorschlag im September 2009 einstimmig zustimmte.

Erhöhung der Ausfallssicherheit
Die Salzburg AG gewährleistet durch viele zusätzliche Maßnahmen eine permanente Versorgung, die im Schadensfall binnen 6 Stunden eine Wiederaufnahme der Versorgung sichert. Beispielsweise ist die Versorgungssicherheit durch den Ringschluss beider Netze (Fernwärme, Prozesswärme), eine Fernwärme-Notversorgung über eine zweite, unabhängige Einspeisung und eine Prozesswärme-Notversorgung über einen Backup-Kessel am LKH-Gelände sichergestellt.

Wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz
Allein der Anschluss der SALK an das Fernwärmenetz bringt in Summe mehr Einsparungen zur Energieeffizienz als die Salzburg AG nach der neusten EU-Richtlinie für 2012 verpflichtet ist.  Diese  neue EU-Richtlinie besagt, dass Österreich ab 2014 jedes Jahr neue Energieeinsparungen im Ausmaß von 1,5 % des jährlichen Energieabsatzes beim Endkunden erreichten muss. Somit trägt diese Maßnahme neben der Emissionsreduktion auch wesentlich zur Erreichung der Energieeffizienzziele bei.

Hochtemperatur-Umformer im Heizkraftwerk „Mitte“ als Herzstück
Herzstück ist der Hochtemperatur-Umformer, der 195 Grad heißen Dampf in Heißwasser umwandelt und durch Rohrleitungen unter der Salzach in die Salzburger Unikliniken liefert. Diese Prozesswärme wird für die Desinfektion, Befeuchtung der Klimaanlage und in der Küche verwendet.

Niedertemperatur-Fernwärme, die über das Fernwärmenetz eingespeist wird, dient der Raumwärme und Warmwasserbereitung im gesamten Klinikgelände.

Daten und Fakten zum Projekt:
Bauherr:    Salzburg AG
Investition:    8,3 Mio €
Wärmebezug:   Hochtemperatur: 14 GWh, Niedertemperatur: 21 GWh
Emissionseinsparungen:  5.300 t CO2 /Jahr, 3.100 t NOx/Jahr
Kostentragung:   SALK und Salzburg AG
Projektauslöser:  SALK Masterplan
Projektzeitraum Planung:  2009
Projektzeitraum Umsetzung: 2010 bis 2012
Projektinhalt:  

  • Umstellung der gesamten Wärmeversorgung auf Fernwärme
  • Versorgung aus HKW Mitte mittels Gasturbine bzw. Steamblock
  • Errichtung Notfall-Backupanlage auf SALK Gelände
  • Adaptierung des SALK Wärmenetzes und der
  • Wärmeanlagen der Klinikobjekte
  • Bau Hochtemperatur-Pipeline HKW Mitte bis SALK


BILDRECHTE:

Bildrechte SALK/Salzburg AG/Wild&Team
Abdruck honorarfrei

Auf den Bildern:

  • Landeshauptmann Stv. Mag. David Brenner
  • SALK Geschäftsführer Burkhard van der Vorst
  • Michael Strebl, Leiter des Geschäftsfeldes Netze bei der Salzburg AG und Geschäftsführer der Salzburg Netz GmbH

Ansprechpartner SALK:

Mick Weinberger
Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing,
Mobil: +43/0676 899721007
presse@salk.at | sss
SALK - Salzburger Landeskliniken – Universitätsklinikum Salzburg
Müllner Hauptstraße 48 | 5020 Salzburg

Ansprechpartner Salzburg AG:

Sigi Kämmerer
Leiter Stabsstelle Kommunikation
Tel. 0676/8682-2800

Manuela Pichler
Kommunikation Netze
Tel. 0676/8682-2814

pr@salzburg-ag.at
www.salzburg-ag.at/presse

 

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Aller Teilnehmer v.I.n.r  SALK Geschäftsführer Burkhard van der Vorst, Michael Strebl, Leiter des Geschäftsfeldes Netze bei der Salzburg AG und Geschäftsführer der Salzburg Netz GmbH,	Landeshauptmann Stv. Mag. David Brenner v.I.n.r  SALK Geschäftsführer Burkhard van der Vorst, Michael Strebl, Leiter des Geschäftsfeldes Netze bei der Salzburg AG und Geschäftsführer der Salzburg Netz GmbH, Landeshauptmann Stv. Mag. David Brenner Energiepartnerschaft SALK & Salzburg AG Energiepartnerschaft SALK & Salzburg AG Energiepartnerschaft SALK & Salzburg AG
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