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KrebspatientInnen und Kinder profitieren: Zweiter MR in Betrieb genommen
KrebspatientInnen und Kinder profitieren: Zweiter MR in Betrieb genommen

KrebspatientInnen und Kinder profitieren: Zweiter MR in Betrieb genommen

Ab sofort profitieren Salzburger Krebspatienten vom zweiten MR im Universitätsklinikum Salzburg – Landeskrankenhaus. SALK Geschäftsführer Burkhard van der Vorst freut sich, über die Investition von 2 Mio. Euro zur Verbesserung der medizinischen Versorgung im Bundesland Salzburg: „Das ist ein echter Gewinn für unsere stationären Patienten. Vor allem Krebs-patienten und Kinder profitieren vom zweiten Magnetresonanztomographen im Landeskrankenhaus“, erklärt SALK Geschäftsführer Burkhard van der Vorst.

Onkologische Patienten und Kinder profitieren
Untersuchungen mit einem Magnetresonanztomographen – kurz MRT – findet ohne jegliche Strahlenbelastung (mittels Magnetfeld) in allen Teilbereichen des Körpers Einsatz. Gerade deshalb eignet sich der MR besonders für schwer kranke onkologische Patienten oder Kinder. Der neue zweite multiparametrische MR kann den Körper in verschiedenen Schichtrichtungen mit sehr hohem Detailreichtum darstellen. Der Ärztlicher Direktor im Landeskrankenhaus, Univ.-Prof. Dr. Heinrich Magometschnigg erklärt: „Fast alle medizinischen Fächer im Universitätsklinikum benötigen für ihre stationären Patienten diese schonende diagnostische Methode.“ Bis jetzt gab es dafür nur ein MR-Gerät im Landeskrankenhaus. Im Bundesländervergleich liegt Salzburg mit der Anzahl an MR-Geräten bezogen auf die Einwohnerzahl an vorletzter Stelle. Im Land Salzburg gab es acht, in der Versorgungsregion Nord sechs Geräte.

Wichtig für stationäre PatientInnen
„Stationäre PatientInnen sollen in der SALK innerhalb von 24 Stunden eine MR-Untersuchung bekommen können – auch in der Notfallversorgung müssen die Salzburger Patienten so versorgt werden können “ Univ.-Prof. Dr. Klaus Hergan, Vorstand der Radiologie am Salzburger Uniklinikum. Es steigen auch die diagnostischen Ansprüche in der Medizin: Für gezielte Operationen bei schwer kranken Patienten benötigt man viele Detailinformationen, um auf veränderte Therapieverläufe schnell reagieren zu können. Die Einsatzgebiete in allen Körperregionen nehmen stetig zu: sogar bei „bewegten Organen“ wie z.B. eine Diagnostik von Erkrankungen am Herzen können so schneller und genauer erfolgen.

Patienten mussten „verschickt“ werden
 „MRT-Vorteile sind die rasche Weiterentwicklung, keine Strahlenbelastung, kein Risiko und hoher Patientenkomfort,“ freut sich Univ.-Prof. Hergan.
Bisher wurden Untersuchungen sogar im Doppelschichtbetrieb angeboten, um die Wartezeiten zu verkürzen. Bisher waren Wartezeiten von über einer Woche keine Seltenheit. Stationäre Patienten mussten an auswärtige MR-Institute „verschickt“ werden und viele Patienten mussten vorzeitig entlassen werden, um im ambulanten Sektor eine MR-Untersuchung zu erhalten und um anschließend wieder stationär aufgenommen oder zu ambulanten Kontrollen ins Klinikum einberufen zu werden.
Dies ist nicht nur mit einem logistischen Aufwand, sondern auch mit erheblichen Kosten verbunden und trägt nicht zum Patientenkomfort bei. „Nun können wir die Wartezeit auf eine MR-Untersuchung unserer stationären Patienten auf ein Minimum reduzieren, der ganze Behandlungsablauf und die Aufenthaltsdauer verkürzen sich erheblich.“, erklärt Prof. Hergan. Abgesehen von der unglaublichen Belastung für die Patienten, wenn sie so herumgeschickt werden, steht auch der finanzielle  Aufwand nicht dafür: Für die SALK verdreifachen sich die Kosten wenn stationäre Patienten wegen der Terminengpässe „verschickt“ und im ambulanten Bereich versorgt werden müssen.

Klinische Besprechungen und Tumorboard
Täglich finden zahlreiche klinische/radiologische Besprechungen mit den einzelenen Kliniken statt, bei denen die untersuchten Patienten diskutiert werden, um die zielführendste und schonenste Therapie für den Patienten zu gewährleisten. Dabei werden auch MR-Bilder präsentiert, die für solche Sitzungen eingespielt werden. Speziell sind die täglich abgehaltenen Tumorboards, bei denen das Therapiekonzept multidisziplinär anhand der erhobenen Befunde maßgeschneidert für jeden einzelnen Patienten erstellt wird. Die gewonnene Informationen stehen den behandelnden Ärzte elektronisch jederzeit zur Verfügung und der Patient wird über die im Konsens getroffene Entscheidung informiert. Damit ist gesichert, dass Informationen richtig transportiert werden.

Durch Wissenschaft profitiert der Patient
Mit dem neuen MR-Gerät ist auch die Kapazität für wissenscahftliche Forschungen gestiegen. Dies war auch Grundvoraussetzung der Bundesstrukturkommission zur Genehmigung des Gerätes. Forschungsschwerpunkte der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) sind unter anderem Onkologie, Herz-Kreislauf-System, regenerative Medizin. In allen Bereichen kann die MRT sehr wertvolle Erkenntnisse liefern, die unmittelbar dem Nutzen des Patienten zu Gute kommen.

ZAHLEN – DATEN – FAKTEN

Bundesländervergleich
Aus dieser statistischen Erhebung der MR-Geräte-Dichte/Einwohner geht hervor, dass das Bundesland Salzburg an vorletzter Stelle lag (2007). Im Vergleich zu den Spitzenreitern wie Wien, Tirol und die Steiermark müssen sich zusätzlich mehr als 60.000 Einwohner ein MR-Gerät teilen.

Aus dieser Statistik geht ebenfalls hervor, dass die Bundesländer mit Universitätskliniken (Wien, Tirol, Steiermark) an 1. Stelle gereiht sind, entsprechend dem Auftrag, nicht nur eine spezielle medizinische Einrichtung für das eigene Bundesland zu sein, sondern bundesländerüberschreitend tätig zu sein. Dies trifft auf jeden Fall auch am Universitätsklinikum Salzburg zu, an dem nicht nur Patienten aus Salzburg, sondern auch aus den angrenzenden deutschen Gemeinden und aus den angrenzenden Bundesländern Oberösterreich und Tirol stationär übernommen werden.

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Rückfragen an:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin SALK Unternehmenskommunikation & Marketing
SALK Pressesprecherin

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v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Klaus Hergan, Primar des Universitätsinstituts für Radiologie; Univ.-Prof. Dr. Richard Greil, Primar der Universitätsklinik für Innere Medizin III/Onkologie; Radiologietechnologin Elisabeth Fuchs; v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Klaus Hergan, Primar des Universitätsinstituts für Radiologie; Univ.-Prof. Dr. Richard Greil, Primar der Universitätsklinik für Innere Medizin III/Onkologie; Radiologietechnologin Elisabeth Fuchs; v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Klaus Hergan, Primar des Universitätsinstituts für Radiologie; Univ.-Prof. Dr. Richard Greil, Primar der Universitätsklinik für Innere Medizin III/Onkologie; v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Peter Gerner, Stellv. Ärztlicher Direktor Landeskrankenhaus, Univ.-Prof. Dr. Klaus Hergan, Primar des Universitätsinstituts für Radiologie; Univ.-Prof. Dr. Richard Greil, Primar der Universitätsklinik für Innere Medizin III/Onkol SALK Geschäftsführer Burkhard van der Vorst
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